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Nele
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morgen / Schwanger auf der O

Nele trägt die Zukunft im Bauch

In wenigen Wochen bekommt die Oranienstraße einen neuen Bewohner. Natürlich freut sich die werdende Mutter sehnlichst auf ihr Kind, auf die ersten Spaziergänge mit dem Kinderwagen über die belebte Straße. Doch ist dies wirklich ein idealer Ort für Kinder?

Nele Kolbe (30) streichelt sich über ihren kugelrunden Bauch und grinst, als hätte sie gerade im Lotto gewonnen. Zwei Wochen noch, dann ist sie wieder schlank. Dann kommt ihr erstes Kind zur Welt. Es wird ein Junge. Der Name steht schon fest, wird aber noch nicht verraten.

Als Kind wollte Nele immer auf dem Land wohnen. „Bis ich 14 Jahre war, habe ich meiner Mutter ständig in den Ohren gelegen und gesagt, dass ich in die Natur ziehen will.“ Doch auch Nele wuchs in Kreuzberg auf.
Umzug auf die O
Jetzt steht sie selbst vor der Entscheidung, wo ihr Kind aufwachsen soll. Sie und ihr Freund Krisi (31) haben sich dazu die Oranienstraße ausgesucht. Im Januar sind sie aus Mitte hierher gezogen. Da war Nele schon schwanger.

Ihre Familie soll dort leben, wo Nele selbst einst groß geworden ist. Das alternative und multikulturelle Umfeld soll auch ihr Kind spüren. Neles Vater war einer der Hausbesetzer, die den Kiez geprägt haben. Nele selber hat als Kind immer wieder in Wohngemeinschaften gelebt. „Ich bin ein klassisches Hippie-Kind“, sagt sie.
„Ich vermisse nichts“
Die Oranienstraße ist für sie ein Platz zum Wohlfühlen. „Ich vermisse hier eigentlich nichts. Auch nicht als Schwangere. Es gibt tolle Babyläden in der Gegend.“

Auf ewig will sie dennoch nicht bleiben: „Es gibt hier genügend Eltern, die ähnlich denken. Das finde ich sehr schön. Aber ich glaube nicht, dass ich auf dieser Straße alt werde. Spätestens wenn das Kind so groß ist, dass es alleine das Haus verlassen kann, muss ich in einer anderen Straße wohnen.“

Kinderfreundlicher

Nele wünscht sich für die Zukunft ihres Kindes, dass die Oranienstraße und deren Umgebung kreativ und bunt bleiben. Im Video spricht sie über das Projekt Mörchenpark, das sie unterstützt. Die Idee des Mörchenparks ist es, ein Naherholungsgebiet direkt im Kiez zu erschaffen. Nachbarn sollen hier selbst gestaltend ihre Sonntage verbringen. Markt, Spielplatz, Natur. Ein kleines Paradies für Groß und Klein.

Die Kneipen, der starke Verkehr direkt vor dem Haus und die wenigen Spielplätze - wer einmal über die Oranienstraße gegangen ist, weiß, dass sie nicht gerade eine kinderfreundliche Spielstraße ist. Trotzdem ist der Anteil an Kindern auf der O höher als der bundesweite Durchschnitt.
Viele Kinder auf der O
Waren 2010 nur 16,5 Prozent der Deutschen jünger als 18 Jahre sind es auf der O ganze 22 Prozent. Neles Nachwuchs wird also nicht allein sein. Auch ihre Nachbarin hat ein fünf Monate altes Baby. Die Sandkastenfreundschaft ist unter den Müttern schon fest ausgemacht.

Und trotzdem: Nele grübelt. Einen Umzug aufs Land schließt sie nicht aus. Eine Bauernhof-Kommune würde ihr gefallen. Zusammen mit ihren Freunden. Und mit ihrer kleinen Familie. Nele trägt die Zukunft im Bauch - und das Glück.


Kinder sind die Zukunft

Nele (30) fühlt sich auf der O zuhause. Doch für ein Kind sieht sie auf der viel befahrenen Oranienstraße große GefahrenFoto: Stefan Mair


Kinder sind die Zukunft

ZOOM BERLIN Reporter Moritz Leihkamm (27) verschenkt einen ZOOM BERLIN Babystrampler für einen guten Start ins Leben Foto: Victor Reichardt


Kinder sind die Zukunft

Das coolste Baby-Dress der Straße: Nele (30) freut sich über das Geschenk von ZOOM BERLINFoto: Stefan Mair


Kinder sind die Zukunft

Neben vielen Lokalen und Bars gibt es in der O gleich mehrere Kindergärten. Auch wenn man sie nicht auf den ersten Blick sieht - sie sind da!Foto: Moritz Leihkamm

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